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Wenn die Zähnchen kommen

Wenn die Zähnchen kommen – Was Eltern wissen sollten

Veröffentlicht am 01. August 2025

Das Zahnen ist ein natürlicher Entwicklungsschritt – und gleichzeitig häufig eine Herausforderung für Eltern und Kind. In diesem Beitrag erfahren Sie, woran Sie das Zahnen erkennen, wie Sie Ihr Kind unterstützen können und wann ärztlicher Rat empfehlenswert ist.

Ein Baby hält mit beiden Händen ein Beißspielzeug und beißt darauf. Es wirkt unruhig oder unwohl, möglicherweise aufgrund von Zahnungsschmerzen. Im unscharfen Hintergrund sitzt eine Frau, vermutlich eine Bezugsperson, die das Kind beobachtet.

Typische Anzeichen für das Zahnen

Bereits ab dem dritten Lebensmonat können erste Symptome auftreten – oftmals, bevor der erste Zahn sichtbar ist. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:

  • vermehrter Speichelfluss
  • häufiges Nuckeln oder Kauen auf Gegenständen
  • gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
  • Unruhe, Weinen oder Schlafprobleme
  • eine leicht erhöhte Körpertemperatur (kein hohes Fieber)

Die ersten Zähne – Infografik

Bitte beachten Sie: Nicht jedes Kind zeigt dieselben Symptome, und der Schweregrad kann stark variieren.

*Achtung bei Zahnungsgels

Zahnungsgels sollten nur nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden. Viele Produkte enthalten betäubende Wirkstoffe wie Lidocain oder Benzocain, die bei Babys Nebenwirkungen verursachen können. In seltenen Fällen kann es zu ernsthaften Komplikationen wie einer Methämoglobinämie kommen – einer gefährlichen Sauerstoffunterversorgung im Blut. Auch eine Überdosierung über die empfindliche Mundschleimhaut ist möglich.

Setzen Sie daher Zahnungsgels nur ein, wenn sie medizinisch notwendig sind – und ausschließlich in Rücksprache mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt.

Sanfte Hilfen für zahnende Kinder

Eltern können ihrem Kind mit einfachen Mitteln Erleichterung verschaffen:

  • gekühlte Beißringe (nicht tiefgefroren) helfen bei Schwellungen
  • eine sanfte Massage des Zahnfleischs mit einem sauberen Finger oder kühlen Löffel
  • Nähe und Körperkontakt geben Geborgenheit
  • Zahnungsgels* nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden

Ein bewährter Tipp: Ein sauberer, kalter Waschlappen kann ebenfalls zum Kauen angeboten werden.

Was vermieden werden sollte

  • Honig (im ersten Lebensjahr tabu wegen möglicher Keime)
  • alkoholhaltige Zahnungstropfen
  • Bernsteinketten – sie stellen ein Risiko für Strangulation oder Verschlucken dar

Wann ist ärztlicher Rat erforderlich?

Wenn Ihr Kind zusätzlich hohes Fieber, Durchfall oder Hautausschlag entwickelt, ist eine kinderärztliche Abklärung sinnvoll. Diese Symptome sind nicht typisch für das Zahnen und sollten ernst genommen werden.


Fazit:
Das Zahnen ist ein Meilenstein in der kindlichen Entwicklung – oft begleitet von Unruhe und Schmerz.

Ein fröhliches Kleinkind mit blonden Haaren und blauen Augen lächelt direkt in die Kamera. Das Baby zeigt mehrere kleine Zähne und trägt ein helles Oberteil. Der Hintergrund ist weich und unscharf.

Mit Geduld, liebevoller Zuwendung und einigen bewährten Hilfsmitteln lässt sich diese Phase gutbegleiten.


Verwendete Quellen & weiterführende Informationen

  • Bildquelle: Die ersten Zähne. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). kindergesundheit-info.de Mai 2025. Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
  • ZDFheute. (2024, 12. Januar). Zahnungsgele für Babys: Das sollten Eltern wissen. Quelle aufrufen

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